in Berlin. „Cherry Lady“ wird mit elegantem Auftritt erwartet.
VON REINHARD WEHDEN

NEUBRANDENBURG. Ohne ihr Segelboot, aber mit der bewährten Crew an Bord gehen die Neubrandenburger auf Kurs Grüne Woche vom 15. bis 24. Januar in Berlin. Der neue Messebauer, den das Land für die Länderhalle charterte, heißt expotec. Und die Berliner setzen auf mehr Luftigkeit. Trotzdem scharen sich um das Fähnlein der „Mecklenburgischen Seenplatte“ zum achten Mal die erfahrenen Aussteller aus den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz, Müritz, Demmin und aus der Viertorestadt, wie die Messekoordinatorin Jeanett Buck vom Rathaus gestern mitteilte. Man setze generell auf den Mix von Altbewährtem und Neuem. Aus Neubrandenburg bereiten sich Deuses „Lecker Brot“, die Rethra-Kellerei, die Imkerei Schwaßmann, Maschinenbau und -handel Schulz und das Zentrum für Lebensmitteltechnologie mit Holger Gniffke sowie Manfred Tepper als Stadtgründer Herbord von Raven aus dem Veranstaltungszentrum auf die größte „Fressmeile der Welt“ vor.
Ohne Messe-Weltneuheit zieht „Räucher-Max“ Hans-Jürgen Schulz nicht mehr in die Ausstellungshalle ein: Nach dem Baumräucherofen präsentiert er 2010 den „Überall-Räucherofen“. Nur 250 Gramm schwer sind der Metalluntersatz für Teelichter und Räuchermehl sowie die Fischgrillroste. Dazu einen Schuhkarton und fertig ist die preiswerte Konstruktion. Gewürzmischungen, in diesem Jahr sind Brennnessel-Mixturen neu, ergänzen Schulzes Messeangebot. Das lizenzierte Braumeisterbrot aus dem Steinbackofen ist der Knüller aus Dirk Deuses Firma. Dazu werden die Mondlandschaftsbrote und Brennnesselbrote, die in der Friedländer Bäckerei aus dem Ofen kommen, ab Freitag jeden Tag frisch zur Messehalle gefahren. Für Deuse
sind die Kontakte zu den Veranstaltern, die seine „Mobile Backkultur mit Tradition“ anheuern wollen, besonders wichtig. Die Imkerei Schwaßmann bringt immer wieder Neues mit an ihren Stand, so hat sie ihren Fruchthonig verfeinert und Teesorten mit Honig entwickelt. „Elfenzauber“ scheint der eigentliche Renner zu werden. Im Honigwein steckt eine Vanilleschote und veredelt das Getränk.
Am Stand der Rethra-Kellerei richtet sich der Fokus auf die „Cherry Lady“. Zwei Jahre lang sei intensiv von den Kellermeistern und der Marketingagentur am neuen Auftritt des Mixgetränks gearbeitet worden: Es kommt in einer extra entwickelten Flasche und mit neuem Etikett Mitte Februar in den Handel. In der nächsten Woche werden die ersten Flaschen für die Messe abgefüllt, gestern präsentierte Gillner erst einmal einen Dummy der künftigen Flasche.
Koch-Experte Holger Gniffke vom Zentrum für Lebensmitteltechnologie mixt, diesmal im Dehoga-Kochstudio an der Hauptbühne der Länderhalle, wieder Einheimisches und Weltoffenheit. Am kommenden Sonnabend, dem Ländertag, haut er „Maräne Bangkok“ in die Pfanne. OB Paul Krüger (CDU) will ihm helfen, den Tollenseseefisch, Kokosnuss, Chilischoten, Hirse und Kafirblätter zu einem leckeren Gericht zu verarbeiten. Herbord von Raven ist stolz auf seine Viertorestadt. „Solch ein relativ kleiner Kreis und was haben wir alles zu bieten. Wir Neubrandenburger sollten stolz sein und das auch nach außen präsentieren“, urteilte der Stadtgründer und will auf der Grünen Woche auftrumpfen.
Quelle: Nordkurier

